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Diese Seite wurde hier eingestellt am Montag, 3. Juli 2006, 13:22 Uhr

Montag, 3. Juli 2006
FIFA macht sich zum Spielball der Italiener
Nach dem Viertelfinal-Spiel der deutschen Mannschaft gab es auf dem Platz eine Rangelei, die offensichtlich von Mitgliedern der argentinischen Mannschaft ausgingen. Einer der südamerikanischen Spieler erhielt nach Spielende daraufhin die Rote Karte. Für die FIFA und auch für die Argentinier war damit dieser unangenehme Vorfall abgeschlossen - nicht für die Italiener.

Von Dirk Jung

Die italienische Zeitung "La Repubblica" veröffentlichte am Sonntag ein Foto,das beweise, Torsten Frings sei aktiv an der Schlägerei beteiligt gewesen, indem er dem Spieler Cruz einen Faustschlag ins Gesicht verpasst habe. Das italienische Fernsehen lieferte die bewegten Bilder dazu.

Nachdem die FIFA bereits angekündigt hatte, dass kein Mitglied aus der deuschen Mannschaft ermittelt würde, ist die Lage nun anders. Der Fußballverband hat sich die Bilder des italienischen Fernsehens zukommen lassen und bis heute um 13 Uhr sollte der DFB eine Stellungnahme einreichen. Die FIFA will ihre Enscheidung bis 17 Uhr mitteilen.

Alles riecht doch sehr stark nach einem Foul der Italiener abseits des Fußballplatzes - und die FIFA macht mit. Unsere Mannschaft besteht sicherlich nicht aus Chorknaben, aber bitte, wenn man angegriffen wird sollte es zumindest erlaubt sein, sich zu verteidigen.

Und es kommt sogar besser: der Argentinier Cruz teilte der italienischen Zeitung "Gazetta dello Sport" mit, dass er nicht geschlagen worden sei bzw. keinen Schlag gespürt habe. Die Situation wird immer eigenartiger. Sieht man sich die TV-Bilder an, so hat man schon den Eindruck, dass Frings den Kollegen zumindest berührt haben muss - aber es scheint doch eher wie ein Schuldeingeständis der Argentinier an der Ausgangssituation zu klingen.

Bei aller Aggressivität, die es nach dem Spiel gab, die Reaktionen der Argentinier nun nach diesem Vorfall sind mehr Wert als eine Entschuldigung und man möchte schon den Eindruck haben, dass dies von einer gewissen Größe zeugt

Der Argentinier Cufre hatte direkt nach dem Spielende am Freitag, das die deutsche Mannschaft mit 4:2 gewann, mit einem Tritt in den Unterleib von Mertesacker die Tumulte ausgelöst und sah direkt die Rote Karte. Ihm droht nun eine langfristige Sperre durch die Disziplinarkommission der FIFA. Die nachfolgende Attacke von Rodriguez gegen Bastian Schweinsteiger war dagegen vom Schiedsrichter nicht geahndet worden. Gegen ihn leite die FIFA ein Verfahren ein.


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